Eine Hündin wird mit 6 - 12 Monaten geschlechtsreif, ca. 2 Monate, bevor sie ausgewachsen ist.
Kleinere Hunde werden früher als große geschlechtsreif. Die meisten Hündinnen werden zweimal im
Jahr läufig. Es empfiehlt sich, die Daten der Läufigkeit festzuhalten, um einen Überblick über etwaige
Unregelmäßigkeiten zu haben. Der Brunstzyklus einer Hündin setzt sich aus 3 Phasen zusammen,
der Vorbrunst ( Frühe Phase), der Standhitze ( Hauptphase) und der Nachbrunst ( Späte Phase).
Vorbrunst: Die Schamlippen sind leicht vergrößert und es tritt ein rötlicher Ausfluss aus. Einige Tage
vor dieser Phase kann sich das Verhalten der Hündin ändern. Z.B. zeigt sich während dieser Zeit eine
große Ängstlichkeit gegenüber fast allen Dingen. Das kann eine Mülltonne sein die am Straßenrand
steht, das können Menschen sein, aber auch einfach ein Blatt, das auf dem Gehweg umherfliegt.
Während dieser Zeit wehrt die Hündin noch alle Rüden ab, die sich durch ihren Geruch angezogen
fühlen. Diese Phase dauert meist zwischen 3-16 Tage, durchschnittlich jedoch 9 Tage. Wenn der
Ausfluss nachlässt und die Hündin Rüden an sich heranlässt, kommt sie in die Standhitze.
Standhitze: Die Hündin ist zur Paarung bereit und hält bei Annäherung eines Rüden die Rute zur
Seite. Der Schambereich ist noch immer vergrößert aber der Ausfluss ist nun klar. Die Kombination
aus Früher- und Hauptphase dauert gewöhnlich 3 Wochen.
Späte Phase: Nun lässt die Hündin keinen Rüden mehr an sich heran und die Schwellung der
Genitalien verschwindet.
Manchmal kann es noch zu geringem Scheidenausfluss kommen.
Probleme, die im Anschluss an die Läufigkeit auftreten können:
Wurde die Hündin nicht belegt, ( gedeckt), kann es zu einer Scheinträchtigkeit kommen. Die
Symptome treten gewöhnlich 30 - 90 Tage nach der Standhitze auf und können 2 - 3 Wochen
anhalten. Die Zitzen schwellen an, manchmal tritt sogar Milch aus und der Bauch der Hündin wird
dicker. Zum Ende der "Tragzeit" suchen sich die Hündinnen oft "Gebärplätze" und schleppen dort alle
möglichen Gegenstände hin. Man sollte den Tierarzt einschalten, wenn die Scheinträchtigkeit nicht
wieder von alleine verschwindet oder eine große Belastung für die Hündin darstellt
Ein zweites Problem, das im Anschluss an die Läufigkeit auftreten kann ist die
Gebärmuttervereiterung. Sie entsteht durch Bakterien, die sich in der Gebärmutterwand ansiedeln.
Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Häufig ist ein sehr starker Durst, häufiges Absetzen
von Urin und Appetitschwankungen. Oft hat die Hündin Ausfluss, der blutig, schleimig oder mit Eiter
versetzt sein kann. Wichtig ist, bei Auftreten solcher Symptome sofort den Tierarzt aufzusuchen,
da oft nur noch eine Operation hilft oder die Hündin, wartet man zulange, sogar daran sterben kann.